Expert/innen on Air – Aufzeichnung: Wann ist ein MOOC ein MOOC?

Dies ist die Aufzeichnung des ersten Hangouts vom 18. Januar 2013.

Wir diskutierten das Wochenthema “Wann ist ein MOOC ein MOOC?” mit verschiedenen TalkGästen, die Erfahrungen mit der Veranstaltung von offenen Online-Kursen haben:

Wir freuen uns auf eine rege Diskussion im Nachgang!

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4 Responses to “Expert/innen on Air – Aufzeichnung: Wann ist ein MOOC ein MOOC?”
  1. nach der gestern stattgefundenen Live Session möchte ich ein Zwischenfazit zu der Fragestellung der 1. Woche ziehen. Wann ist ein MOOC ein MOOC? Um es vorwegzunehmen kann ich diese Fragestellung nicht beantworten. Für mich haben sich nach der gestrigen Live Session mehr Fragen ergeben als Antworten. Die Teilnehmer waren sich in der Bezeichnung “Massiv Open Online Course” einig aber wie sich inhaltlich eine MOOC darstellt, so dass man auf eine allgemein anerkannte Defintion zurückgreifen kann konnte ich bei den Teilnehmern der Live Session nicht feststellen. Mich stört an diesem Akronym der Begriff “Massiv”. Claudia Bremer hat zwar auf Ihrem Blog eine sehr einleuchtende Erklärung gepostet nur greift diese meiner Meinung nach zu kurz. MOOCs nehmen für sich in Anspruch einen Beitrag zum partizipativen Lernen auf Basis des Konnektivismus zu leisten. Doch sind sie dazu in der Lage? ich vertrete die Meinung, dass sie das nicht sind. Wann ist also ein MOOC ein MOOC? Für mich stellt sich die Diskussion zu dieser Fragestellung als Findungsprozess zu einer allgemein anerkannten Definition dar.

    Betrachte ich die Quellenangeben der ersten Woche sowie die Links zu Blogs die über Twitter gepostet wurden, so kann ich nichts substanzerweiterndes das zu einer allgemein anerkannten Definition beitragen kann, feststellen. Mir fallen hierzu spontan die Berichterstattungen in der Presse bezüglich der Vorlesungspraxis an den Universitäten ein. Die Unis müssen Kinosäle anmieten um allen Studenten die Möglichkeit zu bieten und trotzdem sitzen viele Studenten in den Fluren auf dem Boden, weil sie keine Sitzplätze mehr bekommen. Bei diesen Vorlesungen sind zum Teil mehr als 300 Studenten. Sogesehen ist diese Unterrichtsform vergleichbar mit einem MOOC abgesehen von der Einschränkung, dass diese nicht offen, nicht online sondern Face to Face ist und eine Imatrikulation benötigt.

    Der Lernerfolgt bei den zuvor erwähnten Lehrveranstaltungen ist genauso fragwürdig wie die eines MOOCs. Bei der Lehrveranstaltung an der Uni haben aber die Studenten zumindest die Möglichkeit einer Sprechstunde mit den Lehrverantwortlichen. wo ist diese Möglichkeit bei einem MOOC? für mich ist nicht nachvollziehbar, wer bei dieser Anzahl an Studenten aktive Unterstützung beim Auftreten von Lernproblemen bzw. Verständnisfragen leisten kann? Ist also ein MOOC ein MOOC wenn er das zuvor gesagte erfüllt?

    Ich möchte nun den ersten Teil meines Zwischenfazits hier abbrechen und in einem weiteren Beitrag fortführen.

    • Im ersten Teil meines Zwischenfazits habe ich erwähnt, dass mich der Begriff “Massiv” stört. Lenkt man den Fokus auf die Seite der Veranstalter eines MOOCs so bekommt der Begriff “Massiv” eine andere Bedeutung. Dieser MOOC zeigt diesen Aspekt Beispielhaft auf. Die an diesem MOOC Teilnehmenden benutzen die unterschiedlichsten SocialMedia Anwendungen um zu kommunizieren (Vorrangig Twitter). Hier entsteht schon das Problem die verschiedenen Beiträge zusammen zu fassen. Dies ist nur mit einem enormen zeitlichen Aufwand zu schaffen. Es stellt sich aber die Frage, ob außer den Unis und größeren Schulungsunternehmen die hierfür benötigte Mainpower aufbringen können? Eine sinnvolle und strukturierte Zusammenfassung ist aber für die Teilnehmer, meiner Meinung nach wichtig. Hier kommt das Schlagwort “Learning Analytics ins Spiel. Mit so einem Tool lässt sich dann auch eine semantischer Fingerabdruck erstellen der inhaltlich die Zusammenfassung unterstützt. Den Aufwand für die Erstellung solch eines Tools für die verschiedenen Anwendungen scheuen selbst die Unis, weniger wegen des zeilichen Aufwands, sondern mehr wegen der finanziellen Belastung. Kleinere Anbieter,( hier meine ich die Größe der Institution), die nicht über eine entsprechende Mainpower verfügen, können dies nicht leisten. Wie qualitativ ist dann so eine Zusammenfassung? Unter diesem Gesichtspunkt trifft der Begriff “Massiv” auch schon auf eine Teilnehmerzahl von 30 zu vor allem, wenn die Anbieter den MOOC neben der normalen Arbeit betreiben.

      Hier kommt ein weiterer Aspekt hinzu, nämlich die zeitliche Taktung. Die meisten die hier an diesem MOOC teilnehmen, machen dies neben ihrer normalen Arbeit. Hinzu kommen dann noch die familiären Verpflichtungen. Da bekommt der Begriff “Massiv” für den Einzelnen ebenfalls eine ausschlaggebende Bedeutung. Die zeitliche Taktung ist auch mitverantwortlich für die große Abbrecherrate. Diesen Punkt erwähnt auch Baumeister in seinem Vortrag. Ist also ein MOOC ein MOOC wenn die zeitliche Taktung entsprechend gestaltet ist und der zetliche Aufwand für die Zusammenfassung qualitativ hochwertig unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Resourcen erfolgen kann? Ich persönlich finde die Taktung für diesen MOOC zu kurz.

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  1. [...] jetzt der erste Hangout on Air beim MOOC Howtomooc. Spätestens nach dem Tweet von Thorsten Larbig @herrlarbig – Höre beim #MMC13 zu, Video ist [...]

  2. [...] und wirklich mit sehr großem Interesse verfolgt. Das zugehörige YouTube-Video findet ihr hier oder eingebettet unter dem Artikel. Aus einer kleinen Notiz am Anfang wurde dann auch ganz schnell [...]



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