MMC13-CC-BY-SA

CC-Lizenzen für MOOCs – welche passt?

Heute morgen hat uns Jöran Muuß-Merholz eine kleine Nachhilfestunde in Sachen CC-Lizensierung dieser MOOC-Website und der hier veröffentlichten Inhalte beschert:

Zugegebenermaßen war ich (Dörte) es, die gestern Abend die CC-Lizenz mit dem NC-Modul (nicht-kommerziell) ausgewählt hatte – vorschnell und naiv, wie ich schnell verstanden habe, nicht zuletzt dank der verlinkten Broschüre:

>> Donwload-PDF: Freies Wissen dank Creative-Commons-Lizenzen – Folgen, Risiken und Nebenwirkungen der Bedingung »nicht-kommerziell – NC // P. Klimpel – Hrsg.: Wikimedia Deutschland, iRights.info, CC DE 2012 (Lizenz: CC BY-SA 3.0 de)

Die Diskussion um das NC-Modul der Creative Commons und die damit einhergehenden Grenzen sind eigentlich ein alter Hut, dennoch und gerade im Zeitalter der erstarkenden OER-Bewegung (OER = Open Educational Ressources) kann gar nicht oft genug wiederholt werden, worum es geht:

“Wenn man seine Inhalte als NC kennzeichnet, können sie nicht in freie Wissensdatenbanken wie die Wikipedia, in offene Medienarchive und in Open-Source-Projekte aufgenommen werden. [...]

Im Bereich von Bildung und Weiterbildung sind ein großer Teil der Institutionen auf eigene Einnahmen angewiesen, da sie nicht (ausschließlich) öffentlich finanziert werden. Die Orientierung an Einnahmen führt jedoch dazu, dass diese Institutionen als kommerziell gelten müssen. Sie dürfen also Inhalte, die mit einer CC-Lizenz versehen sind, die das NC-Modul beinhaltet, nicht ohne Nachfrage nutzen.

Auch die Nutzung in vielen Blogs wird durch die NC-Bedingung unzulässig. Viele Blogger schalten Werbung, um ihre Server-Kosten zu decken oder sich einen Zuverdienst zu ermöglichen. Dadurch ist die Nutzung in diesen Blogs nicht – oder zumindest nicht mehr eindeutig – nicht- kommerziell.” (Quelle: Kimpel, 2012, S. 9/10)

Wir werden uns im Rahmen des MOOC-Maker Courses – speziell in Woche 3 “Gib mir ein O: Wie open sind MOOCs wirklich?” – ausführlicher mit Lizenz-Fragen beschäftigen (und dazu hoffentlich auch noch Jöran als Impulsgeber gewinnen).

An dieser Stelle möchte ich über die oben zitierte Broschüre hinaus einen Artikel zur vertiefenden Lektüre empfehlen, der Anfang November 2012 im Blog von creativecommons.org veröffentlicht wurde (und den wir auch bereits zur Vorbereitung auf die dritte MMC13-Woche empfehlen) und daraus zwei entscheidende Absätze zitieren:

Keeping MOOCs Open

“By supporting open licensing, MOOCs will be positively contributing to the Open Educational Resources movement, reaffirmed in the 2012 Paris OER Declaration. MOOCs can be leaders and innovators for OER, increase their enrollment numbers, and receive the goodwill that comes along with being an active participant in this global open education movement.

Commercially-focused MOOCs can adopt CC licenses to make their MOOCs truly “open” (free of cost and free of most copyright restrictions) and still leverage the scale of these courses (with potentially tens of thousands of students) and the MOOC platform to charge for value-added services, such as the coordination of study groups, course certification, secure assessments, employee recruiting, and print-on-demand textbooks. ” (ebd.)

***

Comments
7 Responses to “CC-Lizenzen für MOOCs – welche passt?”
  1. Im Impressum steht noch die NC-Lizenz. :-)

  2. Danke, Jöran, ist jetzt auch korrigiert… :-)

  3. Ludwig sagt:

    Hallo!

    Könntet ihr es mir und den anderen leicht machen? Welche Lizenz empfiehlt sich denn jetzt zu verwenden, wenn man möchte dass die eigenen Gedanken und Ergebnisse nutzbare OER sind? Und vielleicht auch noch von Interesse wäre die Frage, an welcher Stelle, z.B. in einem Text, sich das entsprechende CC-Symbol anzubringen empfiehlt? Ganz oben? Ganz unten?

    Danke im Voraus :-)
    Ludwig

  4. Tol, dass ihr euch die Mühe macht, das Thema greifbar zu machen.

    Ich frage mich: Kanm man die Elemente auch frei kombinieren?

    Ich glaube ich hätte gern:
    CC (darf verwendet werden)
    SA (unter geiche Bedingen weiterverbreiten)
    ND (aber nicht verändert – No Derivates )

    CC – SA – ND habe ich bisher nirgends gefunden

    Denn mich treibt die Sorge, die ich auch an manchen Stellen schon formluliert gesehen habe: Wenn etwas geändert wird und mein Name wird als ursprüngliche Autorin genannt – ist nicht deutlich, was davon nun mein Gedanke ist.

    Und ich frage mich (2): Wenn ich nichts mach, was ist dann?
    Dann muss ich gefragt werden, wenn jemand meine Texte o.ä. nutzen möchte – aber ich lade nicht ausdrücklich zum Teilen ein.

    Das ist natürlich schon ein großer Unterscheid – aber überseh ich sonst noch was?
    Jasmin

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  1. [...] auch die Creative-Commons-Lizenzen, die für eben solche freien Lernmaterialien solide und (weitestgehend) rechtssichere Lizenztexte [...]



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