Eigene-Ziele-setzen

Tipps der #MMC13-Teilnehmer/innen für MOOC-Macher/innen

+++ UPDATE 22.02.2012: Den Link zu den Ergebnissen der MOOC TREND UMFRAGE findet Ihr HIER. +++

Liebe #MMC13-ler/innen,

in der – bis heute Abend um 18 Uhr noch geöffneten!!!MOOC TREND UMFRAGE haben wir Euch gefragt: Was möchtest Du zukünftigen MOOC-Makern als Tipp, Mahnung oder Geleitwort mit auf den Weg geben?

Hier kommen Eure Antworten, die bis dato eingegangen sind – unzensiert, lediglich ein bisschen sortiert, wo thematische Ähnlichkeiten zu erkennen waren. Wir ergänzen selbstverständlich noch alle Ratschläge, die aus den jetzt hoffentlich noch ganz zahlreich eingehenden Antworten dazukommen. Also:

MOOC-Maker aufgepasst!
Hier empfehlen die #MMC13-Teilnehmer/innen persönlich:

Teamarbeit:

  • Macht so was immer als Team!
  • Als Einzelperson nicht realisierbar!

Vorbereitung:

  • Sich gründlich im Vorfeld informieren, ausreichend Ressourcen bereitstellen… am besten am MMC13 orientieren. Z.B im Wiki nachlesen.
  • MOOCs sind lernerzentriert und können nur bedingt vorbereitet und “kontrolliert” werden.

Offenheit:

  • Online Couses sind Online Courses …. Lernen mit digitalen Mitteln! Ob die Werkzeuge nun Twitter, Blogs, Foren, Chats, Clasrooms sind ist “egal”. Das sollte man nicht so verbissen sehen ;-) ) Massiv = kann, muss aber nicht. Open = wichtig.
  • nicht zu präzise Vorstellungen vom Ergebnis, möglichst viel Handlungsalternativen, möglichst nur Tools, die wenig fehleranfällig sind, viel eigene Fehlertoleranz
  • Auf alles gefasst sein, nicht alles tolerieren, eigene Ziele und Motivation transparent machen
  • Bleibt flexibel und rechnet mit dem Schlimmsten!
  • Nur soviel Begleitung geben, wie eingefordert wird!

Teilnehmer im Mittelpunkt:

  • Das Bewußtsein, dass die eigentlichen “MOOC-Maker” die Teilnehmenden sind und dies den Initiatoren hier und da mehr Abstand zu ihren eigenen Zielen bei der Initiierung / Durchführung des MOOC schenken kann.
  • Seid Gastgeber und keine Lehrer!
  • Motto: Wenig lehren – viel Lernen ermöglichen! Dos: Strukturen bereitstellen und hohen Grad an Verknüpfungen ermöglichen; riesigen Berg an relevantem Material – auch zu Spezialaspekten – bereitstellen; kluge Moderation von Gruppendiskussionen, individuelle Coaching-Angebote (diese “Mund-zu-Mund-Beatmung könnte was kosten) viel Übungsmaterial auf verschiedenen Niveaus – falls es was zum systematischen Üben gibt (z.B. Mathe, Informatik, Sprache etc.) Donts: keine vorgefertigten “pädagogischen” Fragen; keine Didaktisierungen vornehmen – keine Belehrungen, keine Arbeitsbögen mit kleinkackigen Anweisungen oder Stellvertreterfragen, keine Quizzes, keine zwischenzeitlichen Lernerfolgskontrollen.
  • Alle Entscheidungen sollten vom Respekt vor der Zeit und dem Einsatz der Teilnehmenden geprägt sein.
  • Finde die richtige Balance zwischen Sichtbarkeit, Aufmerksamkeit, Aktivierung und Selbstmarketing, Beschlaumeierung, Über-Präsenz!
  • MOOC-Maker lasst Euch nicht unterkriegen, wenn Ihr das Lernen nicht “seht” und vieles im Verborgenen seine Lern-Pfade zieht.
  • Öffentlich zu lernen heißt nicht unbedingt, dass man auch immer öffentlich äußern möchte oder kann, was und wie man lernt. Da das Lernen so vielschichtig und individuell geworden ist, wird es immer laute und leise MOOCer geben. Schön ist doch, dass alle individuell profitieren, die mit-moocen.

Unterstützung und Orientierungshilfen:

  • Das Kernteam ist entscheidend. Das Kernteam muss präsent sein, die weiteren Teilnehmer einbinden, Schwung und Engagement vorleben.
  • Lasst eure Lerner nicht allein. Motiviert sie zur Teilnahme, gebt ihnen die Möglichkeit sich zentral auszutauschen und gemeinsam Informationen zu sammeln, auszutauschen und kollaborativ zu be- und erarbeiten.
  • Die erforderliche Medienkompetenz nicht unterschätzen. Für mich ist Frustration kein Lernziel ;-)
  • Passt auf, nicht zu elitär zu werden und zu viel Medienkompetenz vorauszusetzen!
  • Eine Einführung in die technischen Notwendigkeiten für nicht so netzaffine Teilnehmer/innen vorschalten
  • Setzt bei den Teilnehmern nicht zu viel voraus und unterschätzt den Aufwand für die Organisation und Betreuung eines MOOCs nicht!
  • Das Thema der Überforderung offen zu diskutieren, damit die TN nicht denken, sie stehen alleine damit da.
  • Für Unterstützung bereit zu stehen, ohne zu sehr von sich aus einzugreifen, gute Moderation

Betreuung/Begleitung/Feedback:

  • Einfach nur die Vorlesungen auf Video ins Netz zu stellen, die Folien dazu zu legen und ein paar Literaturhinweise zu geben reicht nicht aus. Bei weitem nicht!
  • Nette und kompetente Organisatoren, die schwungvoll Druck machen, ist das A und O
  • Sich ein Beispiel an den #mmc13-Gastgeber/innen zu nehmen. Großes Lob!
  • Gerade hierin verspreche ich mir aber die größte Unterstützung eines MOOC: Hilfe beim Durchschreiten einer vielverzweigten Themenwelt.
  • Möglichst eine ähnliche Höhe Betreuungsintensität aufbringen, wie beim mmc13 – noch mal danke dafür!
  • Feedback (auf Blogeinträge Tweets) bindet insbesondere unerfahrene TeilnehmerInnen und hält sie beim MOOC.
  • Konstruktives Feedback, eine übersichtliche Sammlung der Beiträge und anregende Fragestellungen für eine mögliche Orientierung unsicherer Teilnehmender sind wichtig.
  • Seid so aktiv wie die MOOC-Maker des #MMC13. Feedback an Teilnehmer ist wichtig.
  • Sich selbst als Lernende sehen und mitmachen, ansonsten empathisch-unterstützend moderieren. Nehmt Euch als Vorbild Heinz, Monika und Dörte beim #mmc13

Transparenz und Klarheit:

  • Die Veranstalter/innen sollten ihre Vita klar und offen darstellen.
  • Klare Aussagen zu den Inhalten und Zielen, damit jeder weiß, was einen erwartet.

Führung und Struktur:

  • In der Gastgeberrolle muss das Wochenthema im Auge behalten werden, als Teilnehmer ist das nicht ganz so wichtig. Wenn man hier einen Unterschied machen will, muss man das auch sichtbar machen.
  • MOOCs funktionieren mit Führung.
  • Es sollte ein MOOC gut strukturiert und vorbereitet sein.
  • Seid nicht zu offen!
  • Pufferzeiten einplanen (für Erholung, kreatives Nichtstun, Nachdenken etc.)
  • Die richtige Mischung aus Offenheit (cMOOC) und Kurs-Charakter (xMOOC) ist noch nicht gefunden. Wichtig wären Modelle für offene Lerngruppen, die so ähnlich funktionieren wie Gilden in World of Warcraft.
  • Eine zentrale, für alle zugängliche Plattform muss vorhanden sein. Dann kommt “Power” rüber und das Ergebnis wird überdurchschnittlich sein!

Medienauswahl:

  • Das gute alte Forum (mit verzweigten Threads u.a.) als zentrale Begegnungsstätte habe ich vermisst. Da schlüge ich für zukünftige MOOCs g+ als Basis vor. Mir ist es nie gelungen, alle relevanten, gelaufenen Tweets zu rekonstruieren. In Zukunft fände ich einen vollständigen, “kurs-langen” #mmc13-stream sehr hilfreich.
  • Das Sie die Naivität ablegen der Meinung zu sein, dass die Vielfalt der zur Anwednung kommenden SocialMedia Anwendungen die Qualität eines MOOC’s fördern.

Experimentierfreudigkeit:

  • Ich wünsche allen MOOC-Makern Mut und Experimentierfreudigkeit, Gelassenheit und ein tolles Team!
  • Experimentieren!
  • Die MOOC-Idee nicht so dogmatisch sehen. Da wird es künftig sehr viele Varianten geben auf dem Kontinuum von cMOOC bis xMOOC, und das ist gut so. Damit gibt es auch Wahlmöglichkeiten für Lerner, die alle unterschiedliche Lerngewohnheiten mitbringen.
  • Die MOOC-Idee ist frisch und noch keineswegs ausentwickelt, d.h. man muss aufmerksam & korrekt die Erfolge wie Misserfolge beobachten und dann auf den Impact hin geeignete Veranlassungen treffen, nicht unähnlich dem vormaligen Wissensmanagement-Hype – oder?
  • Biete auch geschlossene Kuschelecken an! Ermutige gleichzeitig zum Fragen stellen und “Fehler” machen! Zeige, dass du selbst immer auch dabei mitlernst! Schau nach dem, was es an guten Traditionen gibt, z.B. die Themenzentrierte Interaktion, und flechte Elemente mit ein! Mach regelmässig Umfragen, so wie hier! Schau ob es vielleicht alternative Bezeichnungen für MOOCs gibt und versuche sie durchzusetzen!

Finanzierung:

  • Vielleicht, nun da man Referenzen und Kundschaft hat, sich von einer passenden NGO sponsern lassen und ein weiteres Moocprojekt über… Umweltthemen, Prozesstheologie oder einfaches Leben …
  • Lasst euch nicht von der sogenannten Bildungselite, den EduPunks oder der OER beeindrucken. Macht euer Ding, und wenn ihr damit kommerziell Erfolg habt: SCHÖN!

Und nicht zu vergessen:

  • Keep it simple!

… und dann einige von Euch auch das Freitextfeld über diese Tipps hinaus dazu genutzt, uns Euren persönlichen Dank auszusprechen. Das hat uns sehr berührt und erfreut. Danke!

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So, und nun sind al diejenigen dran,
die die Umfrage noch nicht beantwortet haben:

>> HIER GEHT’S LANG! ;-)

Wir ergänzen dann neue Ratschläge,
sobald die Umfrage heute (22.2.) um 18 Uhr geschlossen wird.

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PS: Sehen wir uns nachher von 15.00 bis 17.00 Uhr im Finale-Hangout on Air?

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2 Responses to “Tipps der #MMC13-Teilnehmer/innen für MOOC-Macher/innen”
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  1. [...] … und: Keep it simple!” so die Empfehlungen der MOOC-Maker. “Mach so was immer im Team!” und “Die erforderliche Medienkompetenz nicht unterschätzen. Für mich ist Frustration kein Lernziel *smiley” die anderen. Und: “Öffentlich zu lernen heißt nicht unbedingt, dass man auch immer öffentlich äußern möchte oder kann, was und wie man lernt. Da das Lernen so vielschichtig und individuell geworden ist, wird es immer laute und leise MOOCer geben” Genau. Daher sage ich leise, jedoch öffentliche: Dankeschön an die #MMC13 ! Zu den weiteren Tipps geht’s hier entlang. [...]

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